Herzschrittmachertests/Programmierung für Kinder
Eine Schrittmacherkontrolle ist ein Verfahren, bei dem ein Arzt die Funktion des implantierten Herzschrittmachers überprüft und gegebenenfalls dessen Einstellungen anpasst. Regelmäßige Kontrollen tragen dazu bei, dass der Schrittmacher sicher und effektiv arbeitet und somit die Herzgesundheit Ihres Kindes langfristig gewährleistet ist.
Was ist das?
Ein Herzschrittmacher (EKG) ist ein kleines, intelligentes medizinisches Gerät, das den Herzschlag im richtigen Rhythmus unterstützt. Er wird unter die Haut des Kindes eingesetzt – bei jüngeren Kindern in den Bauch, bei älteren in die Schulter –, sodass er die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und sicher geschützt ist.
Dünne Drähte, sogenannte Elektroden, führen vom Herzschrittmacher zum Herzen und helfen ihm, einen Rhythmus aufrechtzuerhalten, wenn es zu langsam schlägt (Herzschrittmacher), oder einen zu schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag zu erkennen und zu verhindern (Defibrillator). Die Art des eingesetzten Geräts hängt von der Art der vorliegenden Herzrhythmusstörung ab und kombiniert manchmal beide Funktionen.
Die EKS-Testung und -Programmierung ist ein schmerzloses Verfahren, bei dem der Arzt die Funktionsweise des implantierten Stimulators überprüft, die aufgezeichneten Daten auswertet und gegebenenfalls die Geräteeinstellungen an die Bedürfnisse des Kindes anpasst.
Regelmäßige EKG-Untersuchungen sind sehr wichtig, da sie den sicheren und effektiven Betrieb des Herzschrittmachers langfristig gewährleisten, eine frühzeitige Erkennung von Veränderungen ermöglichen und die Herzgesundheit des Kindes erhalten.
Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und strahlungsfrei. Sie wird mit einem speziellen externen Gerät durchgeführt, das keinen Strom durch den Körper leitet, sondern berührungslos mit dem Stimulator kommuniziert, um die Daten auszulesen. Kinder verspüren während der Untersuchung keinerlei Unannehmlichkeiten, und Eltern dürfen zur emotionalen Unterstützung anwesend sein.
Wie kann so etwas passieren?
Während des Tests sitzt oder liegt das Kind in einer bequemen Position. Ein spezielles Programmiergerät wird auf der Haut über dem Stimulator angebracht. Dieses kommuniziert drahtlos mit dem EKS und zeigt die Messwerte dem Arzt auf einem Computer an.
Der Arzt überprüft verschiedene Parameter, wie zum Beispiel:
Herzfrequenzaufzeichnungen und Regelmäßigkeit;
Frequenz und Wirksamkeit des Stimulators;
Elektrodenkontakt und Signalstärke;
Batteriestatus und die Leistungsreserve des Stimulators (d. h. wie lange das Gerät durchhält).
Falls erforderlich, wird Ihr Arzt die Einstellungen des Stimulators anpassen, zum Beispiel:
ändert die Herzfrequenzgrenzen;
passt den Stimulationsmodus an, um eine optimale Herzfunktion und das Wohlbefinden des Kindes zu gewährleisten.
Der gesamte Eingriff dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Er ist völlig schmerzfrei und verursacht keinerlei Empfindungen. Anschließend kann das Kind sofort wieder seinen gewohnten Aktivitäten nachgehen – zur Schule gehen, spielen oder sich zu Hause entspannen.
Wann ist der Eingriff notwendig?
Herzschrittmachertests/Programmierungen bei Kindern werden sowohl regelmäßig als auch auf ärztliche Anordnung in besonderen Fällen durchgeführt, wie zum Beispiel:
zur regelmäßigen Überwachung nach der Schrittmacherimplantation;
wenn das Kind Schwindel, Schwäche, Herzklopfen, Ohnmacht oder ungewöhnliche Empfindungen im Herzbereich verspürt;
Prüfen Sie gegebenenfalls den Batteriestand des Stimulators;
nach Änderung der Stimulatorparameter oder der Elektroden;
vor anderen medizinischen Eingriffen, wie z. B. Magnetresonanztomographie oder Operationen, falls eine Anpassung der Funktion des EKS erforderlich ist;
wenn der Arzt die Stabilität des Herzrhythmus oder die Wirksamkeit der Behandlung beurteilen möchte;
auf Anraten eines Arztes, im Rahmen der regelmäßigen Herzgesundheitsüberwachung.
Regelmäßige Kontrollen helfen sicherzustellen, dass das Gerät ordnungsgemäß funktioniert und der Herzrhythmus des Kindes stabil ist – dies ist eine vorbeugende, aber sehr wichtige Kontrolle für die Sicherheit des Kindes.
Wie kann man sich auf den Test vorbereiten?
Für diesen Vorgang sind keine besonderen Vorbereitungen nötig, jedoch helfen ein paar Tipps, alles reibungslos zu gestalten:
Nehmen Sie Ihren Herzschrittmacherpass oder die nach der Implantation ausgestellten Dokumente mit – sie enthalten wichtige Informationen über das Gerätemodell und die Einstellungen.
Geben Sie Ihrem Kind seine üblichen Medikamente wie gewohnt, es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen andere Anweisungen gegeben.
Wählen Sie für Ihr Kind bequeme Kleidung, die einen einfachen Zugang zur Stimulationsstelle ermöglicht.
Falls am selben Tag weitere Untersuchungen (wie z. B. eine Röntgenaufnahme oder eine MRT) geplant sind, informieren Sie bitte das medizinische Personal darüber, dass Ihr Kind einen implantierten Herzschrittmacher hat.
Informieren Sie den Arzt vor dem Test, wenn Ihr Kind in letzter Zeit Schwäche, Schwindel oder Herzklopfen verspürt hat – dies hilft ihm, die Leistung des Geräts genauer zu beurteilen.
Erfahren Sie, wie Sie sich auf eine ärztliche Beratung in der Medica Riga Klinik vorbereiten können.


